Ein Jahr ist es her, dass die Hilfsorganisation Oxfam deutsche und internationale Finanzkonzerne wegen angeblich preistreibender Spekulation mit Nahrungsmitteln an den Pranger gestellt hat. Bei einigen Konzernen hat das Wirkung gezeigt. Hierzulande haben seitdem Deka, Commerzbank und die Landesbanken aus Baden-Württemberg sowie aus Berlin derartige Geschäfte eingestellt, zählt Oxfam-Koordinatorin Svenja Koch auf. Auf europäischer Ebene kommen die Credit Agricole-Tochter Amunidi, BNP Paribas, Credit Suisse, die Österreichischen Volksbanken und die skandinavische Nordea dazu. Barclays hat seinen Ausstieg angekündigt. Unter den Versicherern haben sich Volkswohlbund, Transparente und Oeco Capital von den umstrittenen Geschäften verabschiedet.

„Aber an die Großen sind wir nicht rangekommen“, bedauert Koch. Das ist noch vor der Deutschen Bank, die laut Oxfam voriges Jahr rund 3,7 Milliarden Euro in Fonds für Agrarrohstoffe stecken hatte, vor allem die Allianz. Etwa 6,7 Milliarden Euro habe der Versicherer über fünf Fonds angelegt, sagt Oxfam.

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