Spielsucht ist eine unauffällige Sucht. Im diffusen Dunkel der Zockerhöhlen bleibt der Spieler leicht anonym. An seinem Automaten sitzt er allein. In seinem Gesicht spiegeln sich flackernde Lichter, das des Nebenmanns sieht er kaum. Manch einer setzt hier - unbemerkt und einsam - buchstäblich seine Existenz aufs Spiel.

Dagegen wollen Spielhallen-Betreiber jetzt besser vorgehen und Spielsüchtige mit einem neuen System auf deren eigenen Wunsch aussperren. Ihr Branchenverband, die Deutsche Automatenwirtschaft, will, dass alle Spielhallen biometrische Einlasskontrollen einführen. Rein kommt nur, wer in eine Kamera blickt und grünes Licht bekommt. „Wir wollen unser Geld nicht mit kranken Menschen verdienen“, versichert Vorstand Georg Stecker. Doch Datenschützer und Spieler sind nicht begeistert.

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