Die neuen Corona-Einschränkungen mögen in der Absicht verfügt worden sein, die Gesundheit der Menschen zu schützen. Eine Maßnahme ist allerdings augenscheinlich ein Anschlag auf die Gesundheit der Bürger: Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen; der Amateursportbetrieb wird eingestellt; Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Lediglich sogenannter Individualsport, also etwa alleine Joggen gehen, soll weiter erlaubt sein. Damit können Millionen Menschen gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit nichts mehr für ihre körperliche Fitness tun. Den Bürgern wurde über Jahrzehnte beigebracht, dass Sport die Gesundheit fördert. Medizinisch ist unbestritten, wie wichtig Sport ist.

Auch sozial ist das Thema nicht kontrovers, zumal in Corona-Zeiten: Nun wird den Jugendlichen ein letzter Ort des Abreagierens genommen, nachdem schon alle Partys gestrichen wurden. Es wird auch ein für Jugendliche wichtiger Ort der Sozialkontakte eliminiert. Die Vereinsamung wird also nicht nur bei den Alten voranschreiten, sondern auch bei jenen, die gerade erst lernen, wie man sich unter Menschen bewegt, wie man Freunde und Freundinnen findet. Wissenschaftlich gibt es nur Belege für das Gegenteil: Sport stärkt das Immunsystem – und das ist im Fall der Pandemie das Wichtigste, worauf zu achten wäre.

Von Jungen und Mädchen, die in ihrer Freizeit Hockey, Tennis oder Fußball spielen, ist bisher auch kein großes Infektionsgeschehen ausgegangen. Der Schaden dieser Maßnahme ist erheblich und langfristig. Er wird der Generation zugefügt, die keine Lobby hat und noch nicht wählen kann: den Kindern und Jugendlichen, denen eigentlich unser ganzes Augenmerk gelten sollte.