Berlin - Die rund 8000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie bekommen von August an 6,5 Prozent mehr Geld. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 500 Euro, wie die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen nach der vierten Verhandlungsrunde am Freitag in Berlin mitteilte. Angesichts der hohen Inflation erhalten die Beschäftigten damit demnach die höchste prozentuale Lohnerhöhung seit drei Jahrzehnten. Arbeitgeber und Gewerkschaft übernahmen im Osten somit wie erwartet den Abschluss, der zuvor in der nordwestdeutschen Stahlindustrie vereinbart worden war.

In den vergangenen Wochen hatten Hunderte Beschäftigte in Brandenburg und Sachsen mit Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Die IG Metall hatte zunächst 8,2 Prozent mehr Geld verlangt, bei einer einjährigen Laufzeit des Tarifvertrags. Nun vereinbarten beide Seiten eine 18-monatige Laufzeit bis Ende November 2023.