Potsdam - Trotz gestiegenem verfügbaren Einkommen haben die Menschen in Berlin und Brandenburg im ersten Jahr der Corona-Pandemie weniger konsumiert und mehr gespart. Wie das statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte, sank der private Konsum in der Bundeshauptstadt im Jahr 2020 preisbereinigt um 5,3 Prozent auf 68.949 Millionen Euro. In Brandenburg ging er demnach um 4,3 Prozent auf insgesamt 48.858 Millionen Euro zurück. Das sei der stärkste Rückgang seit 1991 gewesen. Erstmals seit 2010 konsumierten die Menschen weniger als im Vorjahr. Pro Kopf sei in Berlin 971 Euro und in Brandenburg 804 Euro weniger konsumiert worden als 2019.

Den Angaben zufolge hätten die Kontaktbeschränkungen und Lockdowns im Jahr 2020 dazu geführt, dass mehr gespart wurde: Pro Kopf seien in Berlin 3680 Euro (55,7 Prozent mehr) und in Brandenburg 3297 Euro (69,4 Prozent mehr) zur Seite gelegt worden. Die Sparquote, also der Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen, habe einen Rekordwert von 16,4 Prozent in Berlin und 14,6 Prozent in Brandenburg erreicht. Die privaten Haushalte sparten 2020 in Berlin insgesamt 13.493 Millionen Euro, in Brandenburg war es 8.331 Millionen Euro.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes aus dem Mai stieg das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen im ersten Pandemiejahr in Berlin um 1,7 Prozent auf durchschnittlich 21.745 Euro und in Brandenburg um 2,6 Prozent auf 22.252 Euro im Vergleich zum Vorjahr.