Der lange Tarifstreit ist beendet.
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BerlinDie Flugbegleitergewerkschaft Ufo verzichtet auf eine Verlängerung des Streiks bei der Lufthansa-Gesellschaft Germanwings. „Wir werden den Streik wie geplant am Mittwoch beenden“, sagte ein Ufo-Sprecher am Neujahrstag. Der Ausstand der Kabinengewerkschaft hatte am Montag begonnen und sollte drei Tage dauern. Allerdings hatte Ufo zwischenzeitlich eine Verlängerung des Ausstands angedroht.

Wie bereits an den Vortagen mussten auch am Neujahrstag Tausende Passagiere bundesweit Einschränkungen hinnehmen. Einer Übersicht auf der Internetseite von Eurowings zufolge wurden am Mittwoch mehr als 70 Flüge gestrichen. Insgesamt fielen im Zuge des dreitägigen Streiks über 190 Verbindungen aus. In Berlin kam es während der drei Tage zu insgesamt 70 Flugausfällen. Allein am Mittwoch wurden in Tegel 24 Starts und Landungen storniert.

„Wir müssen erst mal nichts mehr beweisen“, sagte der Ufo-Sprecher mit Verweis auf die ausgefallenen Flüge. Am kommenden Sonntag werde es ein gewerkschaftsinternes Treffen geben, um das weitere Vorgehen zu beraten. Bis zuletzt habe es keine Gespräche mehr mit der Arbeitgeberseite gegeben.

Germanwings ist mit rund 30 Flugzeugen und etwa 1400 Mitarbeitern für Eurowings unterwegs, soll aber mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, hatte Ufo-Vize Daniel Flohr kritisiert.

Streikgrund sind Regelungen zur Teilzeit für Kabinenbeschäftigte, die laut Ufo unerfüllt sind. Germanwings hatte den Beschäftigten die Teilzeitregelungen der Lufthansa angeboten. Ufo lehnte aber ab, weil sie eigene Tarifregelungen will. Eurowings betrachtet den Streik als unangemessen und setzte sich zum Ziel, in den drei Tagen von geplanten 1200 Flügen mehr als 1000 durchzuführen.