Eine Mehrfachsteckdose auf Geldscheinen.
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BerlinDie Grundversorgungstarife für Strom sind im laufenden Jahr bisher um durchschnittlich 5,9 Prozent gestiegen. Das geht laut der Nachrichtenagentur AFP aus einer am Montag bekannt gewordenen Studie des Datenbank-Dienstleisters Enet hervor. Ein sogenannter Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden muss demnach inzwischen 1025,38 Euro bezahlen.

Der Studie zufolge fielen die Anhebungen dabei umso stärker aus, je später sie vorgenommen wurden. So habe der Aufschlag zum Jahresbeginn noch bei durchschnittlich 5,3 Prozent gelegen, bei zum 1. Mai in Kraft getretenen Preiserhöhungen dagegen bis zu 13,3 Prozent.

Zwischen den einzelnen Stromversorgern gibt es Enet zufolge allerdings erhebliche Preisunterschiede. Die Spreizung zwischen dem billigsten und dem teuersten Versorger betrage dabei 48,7 Prozent. Unabhängig davon sind Grundversorgungstarife in der Regel teurer als andere Tarifangebote der Unternehmen. Gleichwohl nutzen noch etwa 25 Prozent der Verbraucher den Grundversorgungstarif.

Bundesregierung: Senkung der EEG-Umlage

Ursachen der Preissteigerungen im laufenden Jahr sind Enet zufolge unter anderem höhere Netzentgelte sowie der Anstieg der EEG-Umlage. Allerdings ließen sich die teils heftigen Preissprünge damit nicht hinreichend erklären, hieß es.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bekräftigte, die Bundesregierung wolle eine Senkung der Strompreise erreichen. Dazu solle die EEG-Umlage gesenkt werden, auch über das Volumen von Einnahmen aus dem geplanten Ausbau des CO2-Emissionshandels hinaus. "Daran halten wir natürlich fest", sagte die Sprecherin.