Ein Geschirrspüler verbraucht weniger Wasser, als wenn man sein Geschirr mit der Hand abwäscht.
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BerlinSchon beim Kauf eines neuen Elektrogerätes sollte man genau hinschauen. Kühlschrank, Waschmaschine und Co., die in der Anschaffung zunächst günstiger sind, können später die Haushaltskasse spürbar belasten – wegen der Betriebskosten. Eine Entscheidungshilfe kann da die Kennzeichnung sein, mit der neue Elektrogeräte im Handel gekennzeichnet sein müssen. Je weiter der Balken der Effizienzklasse eines Gerätes im grünen Bereich liegt, desto effizienter ist es. A+++ ist die beste Effizienzklasse. Was Sie noch wissen sollten und wie sie sparen können, ohne alle Geräte neu anschaffen zu müssen – ein Überblick:

Elektrische Geräte ganz ausschalten

Den Fernseher einfach nur mit der Taste der Fernbedienung in den Stand-by-Modus zu versetzen, ist bequem. Aber wussten Sie, dass elektrische Geräte im Haushalt, die nie ganz abgeschaltet werden, rund 10 Prozent des Haushaltsstroms verbrauchen. Klar, dass es hier ein großes Einsparpotenzial gibt. Schalten Sie Fernseher, Computer und Co. nach der Nutzung richtig aus – eine anschaltbare Steckdosenleiste kann dabei hilfreich sein, zum Beispiel abends vor dem Schlafengehen alles mit einem Klick zu erledigen. Ziehen Sie Ladekabel aus der Steckdose, wenn Sie sie nicht benötigen. Und sparen Sie somit bis zu 115 Euro im Jahr.

LED- und Energiesparlampen nutzen

Glühlampen dürfen zwar seit Jahren nicht mehr produziert werden in der EU, in vielen Haushalten schlummern aber alte Reserven. Und die werden aufgebraucht und fressen dabei ordentlich Strom. Das Umweltbundesamt hat ausgerechnet, dass man – Anschaffungskosten eingerechnet – rund 91 Euro pro Lampe sparen kann, wenn man von einer Glühbirne auf eine Energiesparlampe wechselt (für 80000 Stunden Licht/ Lebensdauer einer Energiesparlampe). Tauscht man beispielsweise in einer Wohnung mit zehn Lampen alle Leuchtmittel aus, muss man zwar einmal investieren und rund 70 Euro ausgeben. Aber schon im ersten Jahr würden die Energiekosten um 155 Euro gesenkt. Da die Lebensdauer der Energiesparlampen um ein Achtfaches höher ist, als die von Glühbirnen, lohnt sich das Wechsel allemal. Übrigens: Die Angst vor kühlem, grellem Licht durch LED- oder Energiesparlampen ist unbegründet. Man bekommt sie auch in Warmweiß. Achten Sie dafür auf den Kelvin-Angabe auf der Verpackung: je kleiner die Zahl ist, desto wärmer das Licht.

Geschirrspüler spart Wasser

Wer Wasser sparen will, legt sich einen Geschirrspüler zu und achtet dabei auf die Verbrauchswerte. Moderne Geräte sind im Vergleich zum Geschirrreinigen mit der Hand erheblich sparsamer. Zum Vergleich: Die Familie war zum Festessen da, sie müssen jeweils zwölf Essteller, Suppenteller, Dessertteller, Untertassen, Tassen, Gläser, Messer, Gabeln, Suppenlöffel, Dessertlöffel und Teelöffel spülen. Stellen Sie sich selbst ans Waschbecken, verbrauchen Sie rund 46 Liter Wasser (knapp 10 Cent). Moderne Geschirrspülmaschinen hingegen benötigen für die gleiche Menge nur etwa zehn bis 15 Liter Wasser (2 bis 3 Cent). Da kommt aufs Jahr gerechnet einige Ersparnis zusammen.

Wäscheleine statt Wäschetrockner

Gerade in Familien mit Kindern ist er eine echte Erleichterung: der Wäschetrockner. Doch das Gerät ist ein Luxusgut. Nicht nur die Anschaffung ist teuer, auch der Unterhalt. Immerhin kostet eine Ladung trockene Wäsche zwischen 50 Cent (Wärmepumpentrockner) und 1,10 Euro (Ablufttrockner). Kommt die Wäsche extrem nass aus der Waschmaschine oder wählt man das Programm „Extratrocken“, liegt der Verbrauch um noch einiges höher. Im Klartext heißt das: Läuft der Trockner zweimal in der Woche, entstehen Kosten zwischen 52 Euro und 114 Euro im Jahr. Geld, was man sich komplett sparen kann – wenn man die Wäsche auf eine Leine hängt.