Stromtrassen einer Starkstromleitung
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BerlinDie Strompreise werden 2020 auf ein neues Rerkordniveau steigen. Zum Jahreswechsel haben 419 Grundversorger laut Vergleichsportal Verivox Preiserhöhungen angekündigt. Die Tarife steigen laut Portal durchschnittlich um 5,5 Prozent.

Als Grund für die Mehrbelastung geben die Versorger gestiegene Umlagen und Netzgebühren an.

Bei den Grundversorgern handelt es sich um diejenigen Energieversorger, die in der Stadt die meisten Haushaltskunden mit Strom beliefern. Schließt ein Verbraucher nicht aktiv bei einem anderen Anbieter einen Stromtarif ab, landet er automatisch in der Grundversorgung. Die ist aber in der Regel teurer als die Versorgung durch andere Anbieter.

Vattenfall kündigt in Berlin keine neue Preiserhöhung an

In Berlin fungiert Vattenfall als Grundversorger. Für 2020 hat das Unternehmen keine neue Preiserhöhung angekündigt. Allerdings ist die letzte auch noch gar nicht so lange her – zum Juni passte das Unternehmen seinen Grundversorgertarif in Berlin nach oben hin an. Nach einer Berechnung von Switchup, einem automatisiertem Stromanbieterwechselservice, stiegen die Kosten für einen Verbrauch von 3500 Kilowatt pro Stunde (kWh) letztmals um 47 Euro auf 1188 Euro.

Umgehen können Verbraucher Preiserhöhungen mit einem Wechsel des Anbieters. Bei einer Preiserhöhung gilt außerdem ein Sonderkündigungsrecht. Laut Switchup spart eine Familie mit einem Verbrauch von 3500 kWh je nach Anbieter und Wohnort mehrere hundert Euro im Jahr.