Berlin - Uber-Deutschlandchef Fabien Nestmann nennt es im Interview mit der „Berliner Zeitung“ und ARD-„Panorama“ „ein analytisches Spiel“, was die Mitarbeiter des umstrittenen Fahrtenvermittlers mit den Daten der Nutzer trieben. Den Kunden des Fahrtendienstes dürfte das Spiel allerdings ungefähr so lustig vorkommen, wie von einem Stalker verfolgt zu werden. Die Mitarbeiter von Uber werteten nämlich aus, welche Nutzer wann und wo einen One-Night-Stand hatten, um damit ihre mächtigen Fähigkeiten zur Analyse der Nutzerdaten zu demonstrieren.

In einem inzwischen gelöschten Blogpost hat Uber das Vorgehen im März 2012 detailliert beschrieben. Um die Zahl der One-Night-Stands zu bestimmen, filterten Ubers Datenexperten Personen heraus, die am Wochenende eine Fahrt zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr nachts buchten – und dann eine weitere Fahrt in einem Radius von etwa 160 Metern des Absetzungspunktes vier bis sechs Stunden später anforderten. Aufgrund der Annahmen, wann Nutzer wo One-Night-Stands hatten, veröffentlichte Uber dann Karten von New York, San Francisco und anderen US-Städten, in denen der Bezirke mit besonders vielen One-Night-Stands rot eingefärbt wurden.

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