Die Gewerkschaft Verdi spricht von der „wahrscheinlich größten Massenentlassung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“: Der Tip Werbeverlag, der zur Kaufland-Gruppe gehört, entlässt bundesweit rund 55.000 Zusteller, die bisher den Kaufland-Werbeprospekt „Tip der Woche“ verteilen. Ab November sollen mehrere externe Dienstleister die Arbeit übernehmen. Wie viele Zusteller in Berlin betroffen sind, wollte das Unternehmen auf Anfrage nicht sagen.

Bei den Zustellern handelt es sich um geringfügig Beschäftigte: Erwachsene, Schüler, Studenten, Rentner, die mit ihrem Minijob maximal 450 Euro im Monat verdienen dürfen. Für viele dieser Menschen sei das Prospekte-Austragen die einzige Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen, vermutet Verdi. Die Minijobber seien ohne Vorwarnung entlassen worden, sagte die Verdi-Chefin von Baden-Württemberg, Leni Breymaier. „Nicht, weil der Konzern wirtschaftlich gefährdet wäre, sondern um Profite weiter zu erhöhen.“

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