Leuchtreklame des Berliner Verlages.
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BerlinDie Tageszeitungen des Berliner Verlags, Berliner Zeitung und Berliner Kurier, haben im ersten Quartal 2020 den Rückgang ihrer harten Auflage (Abo und Einzelverkauf) nahezu gestoppt. Sie reduzierte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur noch um 2,6 Prozent. Zugleich wuchs bei den digitalen Angeboten beider Blätter die Zahl der Unique User um mehr als 150 Prozent.

„Diese Zahlen bestätigen auf eindrucksvolle Weise den Erfolg unserer redaktionellen Arbeit“, sagt Aljoscha Brell, Geschäftsführer der für die Tageszeitungen des Berliner Verlags verantwortlichen Newsroom GmbH. „Sie sind auch deshalb bemerkenswert, weil wir im vergangenen Quartal auf jegliches Verlagsmarketing verzichtet haben.“

Für das erste Quartal 2020 wird der Berliner Verlag seine Auflagenzahlen dennoch nicht der unabhängigen Prüfstelle IVW melden. Grund dafür ist, dass die Zahlen der vergangenen drei Monate mit denen der vorangegangen Quartale wegen der Covid-19-Krise kaum vergleichbar sind.

So hat der Berliner Verlag beispielsweise entschieden, die ePaper seiner Titel allen Lesern während der Pandemie kostenlos zur Verfügung zu stellen. „Uns ist es wichtig, dass sich die Bevölkerung bestmöglich über die Krise informieren kann“, sagt Brell. „Die Entscheidung, unsere ePaper für jeden kostenlos zugänglich zu machen, verstehen wir als Beitrag, die derzeitige Lage ein klein wenig erträglicher zu gestalten.“

Der Berliner Verlag beabsichtigt, nach Ende der Krise seine Auflagenzahlen wieder der IVW zu melden.