Die Halloren Schokoladenfabrik AG aus Halle hat sich von ihrer letzten Tochterfirma getrennt. Der Verkauf der Firma Weibler Confiserie Chocolaterie GmbH & Co. KG mit Sitz in Cremlingen (Niedersachsen) erfolgte rückwirkend zum 1. Januar, wie ein Sprecher von Halloren am Dienstag mitteilte. Halloren geht davon aus, damit bis zu eine Million Euro in die Firmenkasse zu bekommen. Angaben zum Käufer wurden nicht gemacht, auch nicht zur Anzahl der vom Verkauf betroffenen Mitarbeiter.

Halloren hatte nach zwei Verlustjahren zum 1. Mai die komplette Führungsriege ausgewechselt. Das neue Management kündigte an, sich auf das Geschäft mit der Kernmarke, der Praline „Halloren Kugel“, zu konzentrieren. Das Schokoladenunternehmen verkaufte auch seine Tochterfirmen Bouchard (Belgien), Steenland (Niederlande) und Delitzscher Schokoladenfabrik (Sachsen). Halloren, eine der bekanntesten Firmen in Ostdeutschland, ist nach eigenen Angaben Deutschlands älteste Schokoladenfabrik mit rund 430 Mitarbeitern (2017). (dpa)