Tunnel-Arbeiten auf wichtiger Stromstrecke begonnen

Um den künftigen Anforderungen an das Stromnetz einer Großstadt gerecht zu werden, soll in Berlin eine wichtige unterirdische Stromtrasse erneuert werden - d...

Berlin-Um den künftigen Anforderungen an das Stromnetz einer Großstadt gerecht zu werden, soll in Berlin eine wichtige unterirdische Stromtrasse erneuert werden - die Arbeiten an dem dafür notwendigen Tunnel haben am Donnerstag in Charlottenburg begonnen. Dabei geht es um einen Abschnitt auf der sogenannten Kabeldiagonale zwischen der Rudolf-Wissel-Brücke und dem Umspannwerk Mitte, wie der ostdeutsche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Donnerstag mitteilte. Bislang liegt dort ein Erdkabel aus dem Jahr 1978, das nun mit einem leistungsfähigeren Kabel ersetzt werden soll.

Dafür will 50Hertz in den kommenden zwei Jahren einen rund 6,7 Kilometer langen Tunnel zwischen den beiden Stellen graben, durch den das neue Kabel verlaufen soll. Die Kabelstrecke mitsamt der elektrischen Anlagen soll bis 2028 vollständig in Betrieb gehen, hieß es.

„Die Kabeldiagonale ist eine der wichtigsten Stromleitungen unserer Stadt, also eine ihrer Hauptschlagadern“, betonte 50Hertz-Chef Stefan Kapferer. Sie verläuft vom Umspannwerk Teufelsbruch im westlichen Berlin-Hakenfelde über die Werke Charlottenburg, Mitte und Friedrichshain bis nach Marzahn. Die Kabeldiagonale verteilt den Strom in die Verbrauchszentren der Hauptstadt.

Das neue Kabel hat mit 2500 Ampere laut 50Hertz eine deutlich höhere Stromtragfähigkeit. „Der Ausbau der Kabeldiagonale ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu unserem Ziel, im Jahr 2032 im Mittel 100 Prozent des Strombedarfs in unserem Netzgebiet durch Erneuerbare Energien zu decken“, teilte Kapferer weiter mit.

Tunnelpatin ist die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD). „Berlin braucht auch in Zukunft eine sichere und zuverlässige Energieinfrastruktur“, teilte sie am Donnerstag mit. „Damit die Netze dabei mithalten können, sind Projekte wie die Kabeldiagonale von 50Hertz so wichtig.“