Sie zündeten mein Haus an, schlachteten meine Hühner und schlugen auf uns ein“, erinnert sich Bäuerin Deziranta an den 18. August 2001, als die ugandische Armee in Mubende anrückte und rund 4 000 Menschen von ihren Parzellen vertrieb – um Platz zu schaffen für die erste Groß-Kaffeeplantage Ugandas. Kurz darauf eröffnete Ugandas Präsident Yoweri Museveni mit dem Geschäftsführer der Hamburger Neumann-Kaffee-Gruppe, Michael R. Neumann, auf dem geräumten Areal die 2500 Hektar große „Kaweri Coffee Plantation“.

Wie die 55-jährige Deziranta haben die meisten Kleinbauern infolge der Vertreibung ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Seither kämpfen sie – unterstützt von der Menschenrechtsorganisation Fian – um die Anerkennung ihrer Landrechte und um eine Entschädigung. Im August 2002 verklagten sie deshalb die ugandische Regierung und die Neumann-Tochter Kaweri vor dem High Court in Uganda.

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