Der Dollar.
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Washington - Die US-Regierung muss für Sonderausgaben infolge der Coronavirus-Pandemie in diesem Quartal rund drei Billionen US-Dollar (2,7 Billionen Euro) Schulden mehr als noch im Februar geplant aufnehmen. Das teilte das US-Finanzministerium am Montag mit. Infolge der zusätzlichen Verschuldung im laufenden Quartal solle Ende Juni ein Überschuss von etwa 800 Milliarden Dollar bestehen.

US-Kongress und Regierung haben infolge der Corona-Pandemie laut dpa bislang Konjunkturpakete von rund 2,7 Billionen Dollar beschlossen. Das entspricht mehr als zehn Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung. Zudem hat das Finanzministerium Mitte April fällige Steuerzahlungen auf Mitte Juni verschoben, weswegen der kurzfristige Finanzbedarf der Regierung zusätzlich angestiegen ist.

US-Staatsanleihen gelten als eine der sichersten Anlagen weltweit, weswegen das Finanzministerium keinerlei Schwierigkeiten haben dürfte, genügend Käufer für die neuen Schuldentitel zu finden.

Im dritten Quartal sei geplant, weitere rund 700 Milliarden Dollar aufzunehmen, erklärte das Finanzministerium. Für die Zeit danach machte das Finanzministerium zunächst noch keine Angaben. Im Haushaltsjahr 2019 hatte die Regierung insgesamt rund 1,2 Billionen Dollar aufgenommen.