Der Schriftzug des Warenhauses Karstadt.
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BerlinVerdi und die Karstadt Feinkost GmbH haben sich nach Angaben der Dienstleitungsgewerkschaft auf einen umfassenden Sozialtarifvertrag verständigt. „Es ist uns gelungen, dass mindestens 26 Filialen erhalten bleiben und es für vier weitere Filialen Hoffnung auf den Erhalt gibt“, erklärte der Verdi-Bundesfachgruppenleiter für den Bereich Einzelhandel, Orhan Akman, am Samstag. Bitter sei, dass dennoch Standorte geschlossen würden und Arbeitsplätze verloren gingen.

Allerdings sorge der Tarifvertrag für eine bestmögliche Absicherung der von Entlassung betroffenen Beschäftigten. Ebenso sei laut afp für die Weiterbeschäftigten eine Beschäftigungssicherung vereinbart worden. Bei Karstadt-Feinkost arbeiten nach Verdi-Angaben rund 2100 Beschäftigte in 50 Filialen. Für die im Unternehmen verbleibenden Beschäftigten wurde demnach eine Beschäftigungssicherung bis zum 1. Januar 2025 vereinbart.

Karstadt-Feinkost gehört zum Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof. Der in der Corona-Krise ins Schlingern geratene Konzern will 62 der gut 170 Kaufhäuser in Deutschland und bis zu 20 der 30 Sports-Filialen schließen. Mehr als 6000 Beschäftigte sind davon laut Verdi betroffen.