Das VW-Logo auf dem Verwaltungshochhaus vom Volkswagen-Werk.
Foto: dpa/Sina Schuldt

WolfsburgLange wurde verhandelt, dann hatten sich der VW-Konzern und Hunderttausende Diesekunden auf eine Entschädigungssumme in Höhe von 830 Millionen Euro geeinigt. Und dennoch ist der Deal nun geplatzt. Wie die Deutsche Presseagentur am Freitag mitteilte, soll die Höhe der Honorarforderungen der Anwälte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der Grund sein. 

Der vzbv habe „bis zum Schluss“ auf eine Pauschalzahlung von 50 Millionen Euro für die Abwicklung des Vergleichs bestanden, erklärte Volkswagen. Doch laut afp hätten „ausreichend konkrete Nachweise“ für diese Leistungen gefehlt.

„Eine Zahlung ohne einen ausreichend konkreten Leistungsnachweis oder ohne rechtlichen Grund ist für Volkswagen jedoch unmöglich.“ Man bedaure dies und weitere nun im Vorstand die weiteren Schritte beraten.

Der vzbv vertritt im Verfahren um die Musterfeststellungsklage zahlreiche Dieselfahrer, die Schadenersatz für ihre Fahrzeuge mit zu hohen Abgaswerten verlangen. 

Anfang Januar hatte VW und vzbv erklärt, über einen außergerichtlichen Vergleich zum Musterprozess sprechen zu wollen. Beide Seiten nannten dabei das „gemeinsame Ziel einer pragmatischen Lösung im Sinne der Kunden“. Lange hatte VW dies skeptisch gesehen.