Terminal 2 des BER in Berlin-Schönefeld
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BerlinDie Flughafengesellschaft FBB hält es für möglich, dass die erste Erweiterung des neuen Schönefelder Flughafens später als geplant fertig wird. „In wenigen Tagen beginnt der Einbau der Gepäckförderanlage im Terminal T2. Das zeigt, dass wir im Zeitplan liegen“, sagte Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach der Sitzung des Flughafen-Aufsichtsrats. Es lasse sich aber nicht völlig ausschließen, dass der Erweiterungsbau erst nach der Eröffnung des BER, die in einem Jahr stattfinden soll, ans Netz geht.

„Doch auch, wenn in folgenden Bauabschnitten im T2 Verzug eintreten würde, hätte das keinen Einfluss auf die Inbetriebnahme des BER im Oktober 2020“, so Lütke Daldrup. Weder der Start des neuen Flughafens noch die Schließung Tegels wäre dadurch gefährdet, sagte er.

Kosten stiegen von 100 Millionen auf 200 Millionen Euro

2017 ist das Projekt T2 in Angriff genommen worden. Im Juli 2019 fand das Richtfest für den schnörkellosen Betonbau statt. Das Gebäude, in dem jährlich bis zu sechs Millionen Passagiere durchgeschleust werden sollen, wird mehr Kapazität als alle ostdeutschen Flughäfen außerhalb Berlins zusammengenommen haben. Wurde zunächst eine Bruttogeschossfläche von 15.000 Quadratmetern angepeilt, entstehen jetzt 23.000 Quadratmeter. Die Kosten stiegen von 100 Millionen auf 200 Millionen Euro. Das umfasst jedoch auch ein Gebäude für die Bundespolizei, einen Busparkplatz und weitere Bauten.

Die Bild am Sonntag hatte im September über Probleme beim Bau des T2 berichtet. Es gebe viele Mängelanzeigen, hieß es. Die Lage sei „hochkritisch“, eine termingerechte Fertigstellung unwahrscheinlich. Die FBB teilte mit, dass es „bauliche Anpassungen“ gegeben habe.