Berlin - Europas Währungshüter halten an ihrem Krisenkurs während der Pandemie fest. Die Notenbanker der Europäischen Zentralbank haben am Donnerstag auf ihrer Zinssitzung zwar keine neuen geldpolitischen Konjunkturhilfen beschlossen. Sie stellten aber in Aussicht, nötigenfalls alle ihre Instrumente anzupassen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte zum zweiten Mal nach der Sitzung im März, das Tempo der Wertpapierkäufe im laufenden Quartal beschleunigen zu wollen. Damit positioniert sich Lagarde deutlich gegenüber Kritik am ultralockeren Kurs der EZB, die auf ein Exit aus dem Krisenmodus abzielt.

Den Leitzins beließ die Notenbank auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Dort liegt er bereits seit März 2016. Auch an ihrem Einlagesatz, der bei minus 0,5 Prozent liegt, rüttelte sie nicht. Damit müssen Finanzinstitute weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank parken. 

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