Potsdam - Mit Warnstreiks in sieben Betrieben der ostdeutschen Stahlindustrie in Brandenburg und Sachsen-Anhalt an diesem Donnerstag will die IG Metall ihre Forderung nach höheren Löhnen untermauern. Zuvor hatten zwei Verhandlungsrunden kein Ergebnis gebracht. Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde 8,2 Prozent mehr Geld. „Angesichts stark steigender Preise und teils Rekordgewinne der Unternehmen im letzten Jahr erwarten die Kolleginnen und Kollegen deutlich mehr Geld in der Tabelle“, sagte Holger Wachsmann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg. Darüber hinaus sollen die Tarifverträge zur Altersteilzeit, über den Einsatz von Werkverträgen und zur Beschäftigungssicherung verlängert werden, so eine weitere Forderung.

Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlung 2100 Euro Einmalzahlung angeboten. Die IG Metall hat dieses Angebot als völlig unzureichend zurückgewiesen. „Mit einer Einmalzahlung lassen sich die Stahlarbeiter und Stahlarbeiterinnen nicht abspeisen“, sagte Birgit Dietze, IG-Metall-Verhandlungsführerin Stahl Ost. Wachsmann schloss weitere Aktionen nicht aus. „Wenn die Arbeitgeber ihre Haltung nicht ändern, haben sie eine mögliche, weitere Eskalation der Protestaktionen zu verantworten“, sagte der Gewerkschafter.