Berlin - Im September wird der deutsche Aktienindex Dax erweitert – von 30 auf 40 Werte. Die Reform ist eine Reaktion auf den Wirecard-Skandal. Nach dem Absturz des einstigen Börsenaufsteigers infolge von Bilanzfälschungen, Betrugsvorwürfen und schließlich der Insolvenz des Zahlungsdienstleisters will die Deutsche Börse „das Vertrauen in den Kapitalmarkt“ wieder „stärken“. So sollen auch die Regeln für die Dax-Indizes verschärft werden. Beschlossen hat der Frankfurter Marktbetreiber das bereits vergangenes Jahr, im September treten die Regelungen in Kraft. Mögliche Missstände sollen schneller angezeigt werden können und im Ernstfall sollen Unternehmen auch schneller aus dem Dax rausfliegen. Eine am deutlichsten zutage tretende Veränderung ist die Erweiterung des größten deutschen Indizes, dem Dax. Die Idee dahinter: den Wirtschaftsstandort Deutschland besser widerzuspiegeln. So wird der Dax momentan nur von wenigen Branchen dominiert. Chemie- und Automobilunternehmen sind am stärksten vertreten. Kommt eine dieser Branchen ins Wanken, wie zum Beispiel zuletzt der Automarkt infolge des Dieselskandals, hat das überdurchschnittlich starke Auswirkungen auf den gesamten Index.

Doch reichen die Reformen aus, das Vertrauen in die Kapitalmärkte wirklich wieder zu stärken? Wird der Dax damit risikoärmer für Anleger? Und haben die Änderungen Auswirkungen für Privatanleger, die Aktien oder Fonds auf den Dax halten?

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