Berlin - Wegen der wochenlangen Hitze und Trockenheit wird das Grünfutter für Rinder knapp. Landwirte müssen bereits teuren Ersatz kaufen oder stehen davor, Tiere zu verkaufen oder zum Schlachter zu bringen. Von „Notschlachtungen“ könne aber keine Rede sein, sagte Peter Voss-Fels, der Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes.

Die Landwirte produzieren das Grundfutter für ihre Tiere wie Heu und Grassilage in der Regel selbst. Viermal im Jahr mähen die Bauern dafür normalerweise ihre Flächen. In diesem Jahr sei bereits der zweite Schnitt „ganz dürftig“ gewesen, der dritte flächendeckend ausgefallen, berichtete Voss-Fels.

Klee als Futter

Das Bundeskabinett befasst sich am Mittwoch mit der Nutzung sogenannter ökologischer Vorrangflächen für die Tierfütterung. Dabei geht es um die Möglichkeit, Zwischenfrüchte wie Klee für die Futternutzung freizugeben, weil den Bauern das Tierfutter ausgeht. Zwischenfrüchte sind Pflanzen, die eigentlich zur Verbesserung der Bodenqualität angebaut werden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will im Kabinett außerdem über den Zwischenstand zur Dürreperiode informieren, nachdem es am Montag ein zweites Bund-Länder-Treffen zu möglichen Hilfen des Bundes gegeben hatte. Im Anschluss an die Kabinettssitzung ist eine Pressekonferenz mit Klöckner geplant. (dpa, afp)