Berlin - Im Tarifstreit der ostdeutschen Stahlindustrie setzt die IG Metall diese Woche ihre Warnstreiks fort. Fast 1000 Beschäftigte von Betrieben in Brandenburg und Sachsen seien am Mittwoch und Donnerstag zu solchen Ausständen aufgerufen, teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Damit will die IG Metall ihrer Forderung nach einer deutlichen und dauerhaften Lohnerhöhung Nachdruck verleihen. Zur Begründung verwies Bezirksleiterin Birgit Dietze auf die aktuell hohe Inflation: „Die Preise steigen immer weiter - da können die Löhne nicht bleiben, wie sie sind.“

Schon in der vergangenen Woche hatten fast 1000 Stahlarbeiterinnen und Stahlarbeiter in Eisenhüttenstadt in Brandenburg und Ilsenburg in Sachsen-Anhalt zeitweise ihre Arbeit niedergelegt. In den ersten beiden Verhandlungsrunden konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften noch nicht einigen. Die IG Metall fordert 8,2 Prozent mehr Geld für die 8000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlung 2100 Euro Einmalzahlung angeboten - für die Gewerkschaft völlig unzureichend.