Potsdam - Die Zahl der Privatinsolvenzen in Brandenburg ist 2022 in den ersten drei Monaten deutlich gesunken. Nach einer Zählung der Wirtschaftsauskunftei Crif sank die Anzahl der Privatpleiten im Vergleich zum ersten Quartal 2021 um 21,9 Prozent. Grund dafür war nach Einschätzung der Experten eine Gesetzesänderung zur Befreiung der Restschuld nach drei statt sechs Jahren, die Anfang 2021 in Kraft trat. Infolgedessen warteten Betroffene mit ihrem Insolvenzantrag, was zu einem starken Anstieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 führte.

Wurden im ersten Quartal 2020 in Brandenburg nur 670 Insolvenzanträge gestellt, waren es nach der neuen Gesetzeslage 2021 bereits 885 und 2022 wiederum nur 691.