Die Abgeordneten des Wirecard-Untersuchungsausschusses wollen von den Wirtschaftsprüfern des Unternehmens, der Beratungsfirma Ernst & Young (EY), Auskunft erhalten. EY ist grundsätzlich nur bereit auszusagen, wenn das Unternehmen rechtliche Sicherheit erhält, von seiner strengen Verschwiegenheitspflicht entbunden worden zu sein. Aktuell beruft sich EY unter anderem auf Matthias Jahn, Richter am Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Dieser vertritt laut EY folgende Position: „Die Frage, wer einen Abschlussprüfer im Falle einer Insolvenz des geprüften Unternehmens wirksam von der Verschwiegenheitspflicht entbinden kann, ist unter den deutschen Gerichten seit Jahrzehnten heillos umstritten. Vor wenigen Tagen hat dies sogar der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt. Es wäre zu begrüßen, wenn nunmehr eine höchstrichterliche Klärung durch den Bundesgerichtshof herbeigeführt wird, um in dieser wichtigen Frage endlich Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Auch eine Entbindung nur durch einzelne Organmitglieder löst das Problem nicht.“

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