Ex-CEO Markus Braun wurde am Mittwoch überraschend verhaftet.
Foto: Imago

Im Skandal um den insolventen Finanzdienstleister Wirecard hat die Staatsanwaltschaft München I den früheren Vorstandschef Markus Braun wieder festgenommen. Gegen Braun sei ein neuer, erweiterter Haftbefehl erlassen und eröffnet worden, sagte die Sprecherin der Anklagebehörde, Anne Leiding, am Mittwoch. Zudem seien zwei weitere frühere Vorstände festgenommen worden, darunter der bis 2017 amtierende Finanzvorstand Burkhard Ley und der Chef der Buchhaltung, Stephan von Erffa. Anlass für die Festnahmen war, dass die Tatvorwürfe noch einmal „ganz erheblich“ erweitert wurden. Seit 2015 hätten die drei Manager die Bilanzsumme und das Umsatzvolumen von Wirecard durch das Vortäuschen von Einnahmen aufgebläht. Dies habe sich aus der umfassenden Aussage eines Kronzeugen ergeben. „Das Unternehmen sollte finanzkräftiger erscheinen,“ sagte Leiding. Damit habe Wirecard für andere Unternehmen attraktiver sein wollen. Es sei aber spätestens Ende 2015 klar gewesen, dass Wirecard Verluste machte.

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