Es ist bereits dunkel in den Hallen des Paul-Löbe-Hauses am Spreeufer. Auch Erichs Lampenladen, die Kantine des Bundestags, hat längst geschlossen. Die Bratwurst, die dem Vorsitzenden des Wirecard-Untersuchungsausschusses kurz zuvor beinahe auf seine Akten gerutscht war, war vermutlich schon kalt. „Egal“, brummt Kay Gottschalk, der AfD-Mann, der den Ausschuss mit zunehmender Routine leitet. Gottschalk nervt die anderen Ausschussmitglieder trotzdem. Aber nicht, weil er sich zu sehr in den Vordergrund drängen will, im Gegenteil. „Er will sich bei allen anderen Parteien einschmeicheln, will dazugehören. Daher führt er den Ausschuss nicht straff genug“, sagt einer der jungen Abgeordneten, die sich akribisch der Aufklärung widmen wollen.

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