Die Opposition erhöht den Druck auf Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Der SPD-Kanzlerkandidat ist in den vergangenen Tagen erneut wegen seiner Rolle in diversen Finanzskandalen ins Visier der parlamentarischen Kontrolleure geraten. Dabei geht es nicht nur um die Frage des persönlichen Verhaltens oder der unmittelbaren Verstrickung, sondern auch um das politische Profil des SPD-Spitzenkandidaten: „Olaf Scholz erinnert eindeutig an einen Wirtschaftsflüsterer wie Gerhard Schröder. Auch Scholz ist ein Genosse der Bosse, bei dem es eine große Diskrepanz zwischen seinen politischen Ankündigungen und seinem tatsächlichen Handeln gibt“, sagte die Grüne Finanzexpertin Lisa Paus, eine der Aufklärerinnen im Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags. Paus sagte dieser Zeitung: „Scholz hat bei mehreren Skandalen nicht an der Aufklärung mitgewirkt, sondern versucht zu vertuschen. Er hatte plötzlich kratergroße Erinnerungslücken. Doch die sind bei einem Kontroll-Freak wie Scholz, der sonst über jedes Detail informiert ist, nicht glaubwürdig.“

Insbesondere das Verhalten des Bundefinanzministers im Hamburger Cum-Ex-Skandal hält Paus für sehr problematisch: „Man kann sich die Versuche von Scholz, seine Kontakte zur Warburg-Bank zu verschleiern, nicht anders erklären, als dass er direkt verstrickt ist. Olaf Scholz hat die Fakten immer nur scheibchenweise eingeräumt, um dann zu sagen, das sei keine Neuigkeit. Es ist ganz klar: Olaf Scholz hat etwas zu verbergen.“

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