Martin Zielke sitzt unruhig auf seinem Stuhl im Europasaal des Paul-Löbe-Hauses. „Ich wiederhole!“, sagt der frühere Vorstandsvorsitzende der Commerzbank mit großen, ausufernden Handbewegungen und immer wieder: „Also noch einmal!“ Die Abgeordneten des Wirecard-Untersuchungsausschusses wollen partout nicht verstehen, dass er eine klare Botschaft für sie hat. Manchmal schüttelt er schon beim ersten Satz den Kopf, fällt dem Fragesteller ins Wort: „Ich betone: Die Commerzbank hat die Geschäftsbedingungen nicht wegen der Gefahr eines Kreditausfalls beendet, sondern wegen schwerer Bedenken bezüglich des Geschäftsgebarens.“ Sein Klartext: Wirecard stand nach Erkenntnissen der Commerzbank unter dem massiven Verdacht der Geldwäsche. Das ist existenzbedrohend für jede Bank, die mit einem solchen Unternehmen Geschäfte macht.

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