Eine der bisher im Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Aufklärung der Wirecard-Pleite von der Finanzaufsicht Bafin vorgetragenen Erklärungen lautet: Das Leerverkaufsverbot von Wirecard-Aktien, welches vom Markt als „Gütesiegel“ für Wirecard interpretiert wurde, wurde von der Bafin erst nach der ausdrücklichen Zustimmung durch die europäische Aufsicht ESMA verhängt. Dies sagten beinahe wortgleich alle bisher vernommenen Zeugen aus dem Bereich der Bafin vor dem Ausschuss aus. Katja Langenbucher, Verwaltungsrätin der Bafin, sagte der Berliner Zeitung, die Zustimmung der ESMA zum Leerverkaufsverbot sei ein Fehler gewesen: „Die ESMA hätte beim Leerverkaufsverbot vertieft prüfen müssen. Dass sie das durchgewinkt haben, war falsch.“ Was es brauche, sei eine echte europäische Aufsicht.

Evert van Walsum, Leiter der Abteilung Investoren und Emittenten bei der ESMA, hatte der Bafin umfangreiche Versäumnisse vorgeworfen und vor dem Ausschuss gesagt, dass die Befugnisse der ESMA sehr gering seien. Im Grunde hätte die ESMA nur abnicken können, was die Bafin vorlegt.

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