Im Wirecard-Ausschuss sind die Abgeordneten des Bundestags gespannt: Erscheint Elisabeth Roegele am Freitag als Zeugin, oder meldet sich die frühere Spitzenkraft der Börsenaufsicht Bafin krank? Entsprechende Gerüchte waberten in den Tagen vor ihrem Auftritt durch Berlin. Der Grund, warum manch einer annimmt, Roegele könnte eine Aussage unangenehm sein: Die Juristin ist eine Schlüsselfigur bei der Frage, warum die Aufsicht im Falle Wirecard so massiv versagt hat.

Roegele, die unter anderem für die Börse Stuttgart und die DekaBank gearbeitet hat, war bis 2006 bei der Bafin. 2015 kehrte sie zurück. In ihren Bereich als Exekutivdirektorin der Wertpapieraufsicht fiel auch die Kontrolle von Wirecard. 2019 verhängte die Bafin ein Shortselling-Verbot für Wirecard-Aktien. Diese Maßnahme war, neben den uneingeschränkten Testaten von EY, für die Anleger ein extrem beruhigendes Signal: Die Bafin schlug sich damit auf die Seite der Wirecard-Manipulatoren und stellte die Kritiker bloß. Die Anleger wogen sich in Sicherheit, kauften wie verrückten – und verloren am Ende alles.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.