Der Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Lars-Hendrik Röller, hat dem Vorsitzenden des Wirecard-Untersuchungsausschusses einen Brief geschrieben und seine Zeugenaussage vom 12. Januar 2021 präzisiert. Röller war bei der Sitzung von den Abgeordneten mit der Frage überrascht worden, warum seine Frau die „Schnittstelle“ zu einem chinesischen Unternehmen gewesen sei, dem Röller einen Kontakt zu Wirecard vermittelt hatte. Auf die Frage nach dem Beruf seiner Frau präzisierte Roller nun, dass seine Frau „Anfang 2020“ Hausfrau gewesen sei.

Die Beschreibung seiner Frau als Hausfrau hatte im Ausschuss für Verwunderung gesorgt. Üblicherweise sind Kontaktanbahnungen mit chinesischen Unternehmen über „Hausfrauen“ ausgesprochen selten. Röller ergänzte nun in seinem Brief, der der Berliner Zeitung vorliegt, dass seine Frau doch nicht nur häuslichen Tätigkeiten nachgegangen ist. Röller schreibt: „Meine Ehefrau war seit 2008 nicht mehr erwerbstätig. Sie hat jedoch  im Sommer 2018 mit einer Bekannten eine Firma gegründet.  Diese hat allerdings keine Geschäftsaktivitäten entwickelt und wurde in 2019 beendet. Im Sommer 2020 hat meine Ehefrau ein Unternehmen zum Import von Lüftungsgeräten  und Handcreme gegründet.“

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