Der im Auftrag des Wirecard-Untersuchungsausschuss erstellte Sonderbericht zur Arbeit der Wirtschaftsprüfer von EY beim mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister liegt vor. Martin Wambach, Partner bei Rödl und Partner, hat die Arbeit von EY analysiert. Der Bericht kommt zu dem Fazit, dass insbesondere das Drittpartner-Geschäft (TPA) von Wirecard beim Wirtschaftsprüfer hätte alle Alarmglocken bei EY auslösen und „weitere Überprüfungen“ nach sich ziehen müssen. Vor allem kritisiert Wambach, dass EY keinen Anstoß daran genommen habe, dass das TPA-Geschäft in der Praxis „substantiell“ von den vertraglichen Vereinbarungen abgewichen sei. Offenbar hätte EY Verdacht schöpfen können, dass es sich um Geldwäsche-Aktivitäten und Betrug handelt. Denn das Geschäft habe entgegen den Angaben von Wirecard niemals Verluste gemacht. EY hätte erkennen können und untersuchen müssen, dass es eine Naheverhältnis zwischen den Drittpartnern und Wirecard gab. Bereits zu Beginn der Untersuchungen hatte sich gezeigt, dass bestimmte Buchungspraktiken EY verdächtig hätten erscheinen müssen. 

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