Bernd Schmidbauer ist eine deutsche Geheimdienstlegende. Wie kaum ein zweiter kennt er die internationale Szene. Auch bei seinem Auftritt vor dem Wirecard Untersuchungsausschuss des Bundestags ließ Schmidbauer die Abgeordneten über seine Bedeutung nicht im Unklaren: „Ich treffe auch US-Präsidenten“, sagte der 82-Jährige auf die Frage, warum er immer von „wir“ spreche, obwohl er kein Amt mehr ausübt. Auf Nachfrage des SPD-Abgeordneten Jens Zimmermann präzisierte Schmidbauer, er habe sich mit Bush Sr., Bush Jr. und dem vormaligen US-Vizepräsidenten Al Gore getroffen. Später erklärte Schmidbauer, der einen ausgesprochen gut informierten Eindruck hinterließ. „Wenn ich ,wir‘ sage, dann kann das jemand sein, der auch etwas weiß.“ Neben sich hatte Schmidbauer sein Handy, eine schwarze Maske und eine sehr dünne Mappe mit wenigen Blättern liegen. Er trug alles aus dem Gedächtnis vor und konnte sich, anders als andere Zeugen, sehr genau an Details erinnern. Es war allerdings nicht immer klar, ob die Details auch wirklich so stattgefunden hatten, wie Schmidbauer sie in Erinnerung zu haben glaubte.

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