Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitag vor dem Wirecard-Ausschuss erschienen. In ihrem Eingangsstatement bestätigte die Kanzlerin ein Gespräch mit dem früheren Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg vor ihrer China-Reise. Dort hatte die Kanzlerin für Wirecard Werbung betrieben. Zum Inhalt ihrer Gespräche in China wollte sich Merkel nicht äußern, weil Gespräche zwischen Staats- und Regierungschefs grundsätzlich vertraulich seien und auch vertraulich bleiben müssten.

Merkel sagte, sie könne sich nicht erinnern, ob Guttenberg Wirecard in dem Gespräch erwähnt habe, sie könne es aber auch nicht ausschließen. Sie bestätigte aber, dass Guttenberg sich im Anschluss an das Gespräch an ihren Wirtschaftsberater Röller gewandt habe, weil es sich um „fachliche Anliegen“ gehandelt habe. Sie habe zwar vorher nicht gewusst, warum Guttenberg das Gespräch gesucht habe. Heute könne sie sagen, dass das Treffen ganz klar „interessengeleitet“ gewesen sei. Auf die Frage des Grünen Danyal Bayaz, ob sie Guttenberg noch einmal empfangen würde, sagte Merkel: „Es ist nicht so, dass ich nie wieder mit ihm sprechen würde. Aber ich würde ihm ganz klar sagen, dass ich nicht mit Anliegen behelligt werden möchte, die auf die fachliche Ebene gehören. “

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