„Herr Michelbach, ich muss Sie enttäuschen. Die 1,9 Milliarden werden wir nicht finden. Die sind erfunden.“ Zum Abschluss der Wirecard-Zeugenvernehmung vor dem Untersuchungsausschuss sorgt am späten Dienstagabend die Münchner Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl für Ernüchterung beim CSU-Politiker Hans Michelbach. Bäumler-Hösl macht klar, dass es sich aus den der Staatsanwaltschaft vorliegenden Erkenntnissen in erster Linie um einen Bilanz-Betrug handelt. Auch Geldwäsche ist im Spiel. Bäumler-Hösl, die sich nach eigener Aussage „seit Jahren in der Freizeit“ mit Wirecard beschäftigt hat, ohne dem Verbrechen auf die Spur kommen zu können, sagt auf die Frage von FDP-Mann Florian Toncar: „Wir haben im Geldwäsche-Bereich auch verschiedene Verfahren, die in einem Bereich gebündelt sind.“ Dazu gehört unter anderem der Oligarch Firtasch. Doch das Geld sei nicht von außen eingespeist worden, sondern habe sich im Kreislauf von Krediten und Anleger-Geldern bewegt.

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