Berlin - Auf dem Berliner Arbeitsmarkt hat sich die Situation im April kaum verändert. Nach Angaben der regionalen Arbeitsagenturen sind derzeit insgesamt 209.784 Berliner als arbeitslos registriert. Das sind 72 Arbeitslose weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr liegt ihre Zahl allerdings um 27.166 höher. Seinerzeit waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie erstmals in der Arbeitslosenstatistik ablesbar. Binnen eines Monats hatten fast 30.000 Berliner ihren Job verloren. Gegenüber dem März vergangenen Jahres gibt es heute in der Stadt 55.000 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote in Berlin liegt im April unverändert bei 10,5 Prozent.

Während die Arbeitslosigkeit insgesamt nun wenigstens stagniert, nimmt die Zahl derer weiter zu, die bereits ein Jahr lang oder länger ohne Arbeit sind. Inzwischen trifft das bereits auf 77.346 Menschen in der Stadt zu. Das sind  über 6000 Langzeitarbeitslose mehr als noch im März. Innerhalb eines Jahres hat sich deren Zahl fast verdoppelt. „Der deutliche Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit ist klar ein Corona-Effekt“, sagt Ramona Schröder, Chefin der hiesigen Arbeitsagenturen. „Das zieht sich über mehrere stark betroffene Branchen wie Hotellerie und Gaststätten, zum Teil auch Handel und Dienstleistungen wie Reinigung, Reisebüros oder auch der Messebau.“

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