Gestern wäre der KaDeWe-Gründer Adolf Jandorf 125 Jahre alt geworden. Zum Gedenken an den Berliner Kaufhausmagnaten fand an seinem Grab auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee eine Kranzniederlegung statt.Wirtschaftssenator Norbert Meisner (SPD) lobte Jandorf als einen Menschen, der "am Aufstieg Berlins zu Deutschlands Wirtschaftsmetropole entscheidenden Anteil hatte". Jandorf wurde am 7. Februar 1870 im württembergischen Hengstfeld geboren. Als 20jähriger ging der gelernte Kaufmann in die USA, um moderne Verkaufstechniken kennenzulernen. Zwei Jahre später eröffnete er in Berlin sein erstes Geschäft, spezialisiert auf Kurz- und Wollwaren. Es wurde zum Stammhaus des Jandorf-Konzerns, zu dem fünf Kaufhäuser gehörten. Als kühnes Unternehmen galt die Gründung des "Kaufhaus des Westens" (KaDeWe) 1907 im verkehrsarmen Westteil der Stadt. Zwei weitere Kaufhäuser Jandorfs, die heute noch stehen, sind das Hertie-Kaufhaus am Halleschen Tor und das früher vom DDR-Modeinstitut genutzte Haus an der Brunnenstraße/Ecke Veteranenstraße in Mitte. 1926 wurde der Jandorf-Konzern von Hertie-Besitzer Hermann Tietz übernommen. Adolf Jandorf starb am 12. Januar 1932 in Berlin. +++