Haben wir uns den Hammer heute schon auf den Daumen gehauen, liebe Heimwerker? Dann nichts wie weg mit dem tückischen Gerät und den Experten bestellt: Wolfgang Schäuble zum Beispiel, CDU/CSU-Fraktionschef und Kohls Kronprinz.Der hat jetzt den Nagel auf den Kopf getroffen, als wäre ihm der Werkzeugkasten in die Wiege gelegt worden: Das Heer der Heimwerker verhindere neue Arbeitsplätze, hat er geschrieben und dem anständigen Rest der Deutschen auch gleich zu verstehengegeben, daß hier eigentlich eine Armee von Kriminellen am Werke ist. Verberge sich doch hinter den Milliardenumsätzen in den Baumärkten auch eine ~gigantische Schattenwirtschaft".Jawoll, Herr Schäuble, in jedem Heimwerker steckt in Wahrheit ein Schwarzarbeiter. Eigenhändig Tapeten kleben, Dielen legen, Regale zimmern -- mit jedem Griff sägt er am Ast, auf dem der Fiskus und wir alle sitzen. Erinnern wir uns also unserer ersten Bürgerpflicht und fordern die Heimwerkersteuer! Die Bohrfutterabgabe! Die Pinselgebühr! Und gegen Verweigerer die Schraubzwinge oder mindestens die Daumenschraube!Und damit nicht genug. Putzen nicht Millionen und aber Millionen Menschen in Deutschland ihre Fenster selbst? Obwohl es von Reinigungsfirmen nur so wimmelt! Und wie lange ist der Republik eigentlich noch zumutbar, daß die Bürger mehrheitlich lieber die eigene Waschmaschine füllen als den Waschsalon? Darf der Staat denen noch länger einen Persilschein ausstellen? Und muß er sich eigentlich noch weiter bieten lassen, daß Frau Schulz von nebenan die Bäkkerei immer wieder links liegenläßt, um direkt das Regal mit dem Fertigmehl anzusteuern? Zeigen Sie endlich auch dieser Schwarzarbeiterin, wo der Hammer hängt, Herr Schäuble!