Berlin - Vor 30 Jahren, im Sommer 1991, als ich noch in den USA lebte, sah ich Richard Linklaters Film „Slacker“ – zu deutsch „Faulenzer“ oder „Rumtreiber“ – im Kino. Der Film spielt in der Hauptstadt des Bundesstaats Texas, hat keinen Plot und besteht aus Lebensfragmenten, Gesprächsschnipseln und Monologen. Die Figuren gehören zur prädigitalen Boheme: Gammler, Pseudo-Intellektuelle, Verschwörungstheoretiker (damals eine viel unbelastetere Freizeitaktivität), Möchtegern-Künstler und Schriftsteller, die lieber Vorträge über ihre Absicht halten, einen großen Roman zu schreiben, als tatsächlich etwas zu Papier zu bringen. Leute, die an undefinierbaren „Projekten“ arbeiten, wie ein junger Mann, der aus irgendeinem Grund alte Schwarz-Weiß-Fernseher sammelt, oder eine Frau, die versucht, Madonnas Pap-Abstrich zu verkaufen.

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