Berlin - Ich war 13, als die Mauer fiel. Meine Erinnerung an die Zeit danach ist so oberflächlich wie einprägsam: Jeansjacken, eine gegenseitige Verachtung, Rostock. Trabis, die Freunde der Familie auf Besuch bei uns im Westen. Das Suchen nach Halt in unseren Gesichtern. Die gefühlte Scham. Die Unsicherheit miteinander. Berlin als Ort der Freiheit. Die S-Bahn-Haltestelle Friedrichstraße in den 90er-Jahren, dunkel und verlassen auf meinem ersten Besuch auf einer Klassenreise. Ein Dönerimbiss auf der gegenüberliegenden Seite der Haltestelle. Daneben Brachland. Neuland. Und vor allen Dingen erinnere ich mich an diese seltsame Leere, die im ganzen Land herrschte. Es hätte anders sein können. Es hätte ein Wunder sein können.

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