Berlin - Ungewollt Schwangere stehen in Texas vor einem Problem. Obwohl Feministen und Feministinnen bis zum Ende verzweifelt gegen das sogenannte Herzschlag-Gesetz gekämpft haben, ist das schärfste Anti-Abtreibungs-Gesetz in der Geschichte der USA diese Woche in Kraft getreten. Am Mittwoch scheiterte vor dem Obersten Gerichtshof eine Eilklage, die versuche, das Gesetz noch in letzter Minute zu verhindern.

Laut Gesetz, das bereits im Mai vom republikanischen Gouverneur Greg Abbott unterzeichnet worden ist, ist es nun ab dem feststellbaren Herzschlag des Embryos nicht mehr möglich, abzutreiben. Faktisch wird also eine Abtreibung ab etwa der sechsten Woche verboten, viele Betroffene wissen zu diesem frühen Zeitpunkt nicht einmal, dass sie schwanger sind. Gleichzeitig soll das Gesetz nicht von Behörden durchgesetzt werden, stattdessen werden Privatpersonen ermutigt, ungewollt Schwangere, Ärztinnen und Ärzte und anderes medizinisches Personal, das Abbrüche durchführt, privat zu verklagen. Mit einer Erfolgsprämie von bis zu 10.000 US-Dollar sollen diese Abtreibungsgegner und -gegnerinnen bei einer erfolgreichen Klage obendrein belohnt werden.

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