Laut amerikanischen Militärexperten befinde sich der Krieg in der Ukraine nach mehr als dreiwöchigen Kämpfen in einer Pattsituation. Russland habe in den vergangenen Tagen nur marginale Gewinne erzielen können, daher würden die russischen Streitkräfte zunehmend Zivilisten ins Visier nehmen. „Die ukrainischen Streitkräfte hätten den ersten russischen Feldzug dieses Krieges zurückgedrängt“, hat das „Institute for the Study of War“, ein in Washington ansässiges Forschungsinstitut, in einer Analyse festgestellt. Die Russen hätten weder die erforderlichen Soldaten noch die Ausrüstung, um Kiew, die Hauptstadt, oder andere Großstädte wie Charkiw und Odessa zu erobern, so die Studie, die im Newsblog der New York Times zitiert wurde.

Der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, die USA würden aktuell keine Anzeichen dafür sehen, dass Russland plane, Odessa oder andere Städte im Süden „in naher Zukunft“ zu erobern. Lloyd Austin sagte, Russlands Gewinne seien durch „brutale Techniken“ erzielt worden, die hauptsächlich auf Zivilisten abzielten. Während die russische Armee versucht, die strategische Hafenstadt Mariupol zu erobern, verursachen die dortigen brutalen Straßenkämpfe hohe Opferzahlen. Amerikanische Analysten gehen davon aus, dass das russische Militär weiterhin brutal vorgehen werde.