Berlin - Im zweiten Sommer der Pandemie sitze ich mit 40 jungen Menschen in einem Kreuzberger Loft und atme mich in die Schwerelosigkeit. Durch die geöffneten Fenster scheint die Sonne, der Wind bläht die cremeweißen Vorhänge auf, streift gebräunte, wohltrainierte Beine und erfrischte Gesichtszüge. 40 Brustkörbe heben und senken sich in Wellen. Wummernde Bässe geben den Rhythmus vor, darüber legt sich die mikrofonverstärkte Stimme der Atemlehrerin: „Get ready for round ten“ – bereitmachen für Runde zehn. Markig deutsch klingendes Englisch: „You might feel resistance coming up, so breathe into it and discover what lies beyond it.“ Die jungen Menschen atmen tief und frei, als hätten sie nie etwas vom Virus, von Aerosolen und Beta, Gamma, Delta gehört.

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