Berlin - „Bei erloschenem Licht wirkte das Innere des Theaters wie in trübes Wasser getaucht. Objekte zersetzten sich sanft, Identitäten wurden vage, fast undurchsichtig.“ Das sind die letzten Eindrücke Ayamis aus dem Seouler Hörtheater, bevor es seine Türen endgültig schließt und die 28-jährige Koreanerin ihre Stelle in dem Schauspielhaus für Sehgeschädigte verliert.

Vor ihr liegt eine ungewisse Zukunft und ein langer Sommer, der Zeit lässt, über ihre erfolglose Schauspielerkarriere nachzudenken. Der surreale Roman „Weiße Nacht“ der koreanischen Schriftstellerin Bae Suah erzählt in entrückter Diskontinuität vom Scheitern und vom Wunsch nach Anerkennung, von Existenzen, die möglich sein könnten und doch nicht Wirklichkeit werden.

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