Berlin - „Ich mag sie auch nicht.“ So beginnt der vier Zeilen kurze Abgesang Marianne Moores auf die Lyrik, und mit diesem Gedicht beginnt auch Ben Lerner seinen Essay „The Hatred of Poetry“. Es empfiehlt sich ausdrücklich, dieses schmale Büchlein gemeinsam mit den mehr als 500 Seiten seiner Lyrik zu lesen, die soeben in zweisprachiger Ausgabe bei Suhrkamp unter dem Titel „No Art“ erschienen sind.

Was bisher geschah: Der amerikanische Dichter Ben Lerner hasst Lyrik. Genauer gesagt: Sie frustriert ihn endlos, weil sie etwas vom Himmel verspricht und dabei immer irdischer Versprecher bleibt. Also schreibt Lerner lieber Essays über Lyrik oder Romane, deren Protagonisten Dichter sind. Zuletzt erschien „Die Topeka Schule“, ein autobiografisch akzentuiertes Wunderwerk, das Lerner, gerade mal 42 Jahre alt, fast den Pulitzer-Preis einbrachte. Er schreibe seine Romane, um ausführlich über Lyrik nachdenken zu können, sagt Lerner. So weit, so ironisch. 

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