Benachteiligungen von Patchwork-Familien: Der Staat, das patriarchale Arschloch

Unsere Autorin zieht mit ihrer WG-Mitbewohnerin ein Kind groß. Wie kam es dazu? Und: Wieso akzeptiert der Staat ihr Dreierbündnis nicht als Familie? Ein Essay.

Francesca Arena

Berlin-Es war präzise zu der Zeit, in der ich auf meinen 30. Geburtstag zusteuerte, als ich zu der Frau wurde, die ich nie hatte sein wollen: eine, die das Ticken ihrer ominösen biologischen Uhr so laut zu hören glaubte, dass kein anderes Geräusch mehr zu ihr durchdrang.

Ich liebte meinen damaligen Freund, der jedoch wollte keine Kinder. Das hatte ich gewusst, als wir zusammengekommen waren. Und mir war auch klar, dass ich ihn in dieser Frage weder umstimmen wollte noch konnte. Nur war mir das lange egal gewesen. Ich hatte mich in ihn verliebt und nicht in die Idee, mit ihm eine Familie zu gründen. Dabei hatte ich nie infrage gestellt, dass ich mal jemandes Mama sein würde. Nur wie genau, das hatte ich mir nicht überlegt.

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