Pappelplatz in Mitte: Glasscherben, naturnahe Beete und warum Ben Becker hier vielleicht nicht mehr wohnt

Neugierig schauen die Biertrinker auf den Bänken den vorbeigehenden Normalos hinterher. Fremde Menschen sind ein seltener Anblick für sie, denn der Pappelplatz in bester Mitte-Lage hält Flaneure fern. Die Tristesse dieser Anlage ist einfach zu niederschmetternd, gerade im Herbst, der sich in diesem Jahr wie ein lauwarmer nasser Lappen anfühlt. Nun sieht der Pappelplatz noch zerzauster aus als sonst: Auf den naturnahen Beeten siechen zwischen Unkraut die dünnen Rosen vor sich hin, die unansehnlichen Pappeln, die wie bösartige Pfeile in den Himmel zeigen, werfen ihr Laub auf die matschigen Wege, und was das kahl werdende Gebüsch nun alles freilegt, will auch keiner sehen.

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