Berlin - Niedrigzinsen vereinfachen die Arbeit von Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz. Denn die Zinspolitik der EZB drückt die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte. Seit Kollatz’ Amtsantritt hat sich die Zinslast des Landes Berlin dadurch halbiert. Doch das hat auch für den Finanzsenator nicht nur Vorteile, denn dort, wo das Land Berlin spart, etwa bei der Versorgungsrückstellung für die Landesbeamten leidet auch die öffentliche Hand unter dem derzeitigen Zinsniveau.

„Das niedrige Zinsniveau hilft bei der Konsolidierung der Haushalte, gleichzeitig müssen wir mehr für Pensionen zurückstellen“, verrät Kollatz im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Damit die öffentliche Hand dabei nicht ständig nachsteuern muss, setzt man in Berlin mittlerweile verstärkt auf Aktien. Die Versorgungsrücklage des Landes Berlin soll die Stadt davor schützen von der anrollenden Pensionierungswelle finanziell überfordert zu werden. Denn in Berlin erreicht jeder dritte Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bis 2029 das 65 Lebensjahr.

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